Regiotram: Die guten Argumente gingen aus

Kolumne „Die Woche“, Bieler Tagblatt vom 28.03.2015 – Es sah einst gut aus für das Regiotram. «In vier Jahren können wir beginnen», sagte Christian Aebi, der Projektleiter des Kantons, im Februar 2012 gegenüber dem BT. Bis 2020 solle die Linie von Nidau ins Bözingenfeld fertiggestellt sein, schätzte er damals. Das Blatt hat sich gewendet, das Regiotram bleibt vorerst Utopie. Am Donnerstag hat der Kanton mitgeteilt, dass das Projekt auf Eis gelegt wird.

Dieser Entscheid ist weder besonders schmerzhaft, noch kommt er überraschend. Zwar will der Bieler Stadtpräsident Erich Fehr keinen Zusammenhang zwischen der Sistierung des Regiotrams und der Abstimmungsschlappe für einen neuen Bahnhofplatz vor wenigen Wochen bestätigen. Dennoch konnte man am 8. März nicht übersehen, wie wenig die Bieler momentan grosse, teure Bauvorhaben zur Attraktivitätssteigerung der Stadt goutieren. Es scheint, als haben Kanton und Stadt die Schwierigkeit erkannt, gute Argumente zu finden, um die Bieler vom Regiotram zu überzeugen. Weiterlesen

Politik, Regiotram Biel

Regiotram auf Eis gelegt

Das Projekt Regiotram verschwindet auf unbestimmte Zeit in der Schublade. Der Kanton hat die Planungsarbeiten aus finanzpolitischen Gründen eingestellt.

Sandra Schneider, Stadträtin SVP Biel

Sandra Schneider, Stadträtin SVP Biel

Das Regiotram landet in der Schublade: Die Behördendelegation hat entschieden, die Planungsarbeiten zu sistieren. Die Projektorganisation und die Behördendelegation werden aufgelöst. Im Klartext:Das Regiotram wird vorerst nicht umgesetzt. Das haben die Verantwortlichen am Mittwoch beschlossen.

Begründet wird der Entscheid mit der aktuellen Situation. Es sei zurzeit nicht realistisch, dass das Regiotram in Kürze umgesetzt werde. «Die Verkehrsprobleme in Biel sind wohl doch nicht so schlimm, damit es für einen Konsens reicht, dass es das Regiotram braucht», sagt Biels Stadtpräsident Erich Fehr. Kurzum: «Im Moment ist das Regiotram nicht mehrheitsfähig.» Weiterlesen

Kosten, Politik, Regiotram Biel

REGIOTRAM: DIE PLANUNGSARBEITEN WERDEN SISTIERT

Die rasche Realisierung des «Regiotrams Biel/Bienne» wird im aktuellen verkehrspolitischen und städtebaulichen Umfeld sowie aus finanzpolitischen Gründen als nicht realistisch beurteilt. Die Planungsarbeiten am Projekt «Regiotram Biel/Bienne» werden deshalb sistiert. Als langfristige Massnahme soll das Projekt jedoch in der regionalen Planung beibehalten werden. Dies hat die Behördendelegation an ihrer Sitzung vom vergangenen Mittwoch (25.03.2015) beschlossen.

Das Vorprojekt für eine neue Tramlinie in der Region Biel liegt seit bald vier Jahren vor. Ende 2012 hat die Behördendelegation auf Wunsch der Region die Abstimmungen über das Tramprojekt in den Gemeinden Biel und Nidau verschoben. Zur besseren Koordination mit der A5-Umfahrung von Biel wollte man zusätzliche Abklärungen durchführen. Nun hat die Behördendelegation beschlossen, die weiteren Planungsarbeiten am Projekt zu sistieren. Die Behördendelegation erachtet im aktuellen verkehrs- und finanzpolitischen sowie städtebaulichen Umfeld eine rasche Realisierung des Projekts als nicht realistisch. Die Behördendelegation und die Projektorganisation werden deshalb aufgelöst.

Als langfristige Massnahme wird das Projekt jedoch im Regionalen Gesamtverkehrs- und Siedlungskonzept beibehalten werden. Die bisherigen Arbeiten haben gezeigt, dass das Regiotram sowohl aus raumplanerischer als auch aus volkswirtschaftlicher Sicht ein sinnvolles Projekt ist. Es ist für die langfristige Entwicklung der Agglomeration Biel/Bienne und eine nachhaltige Mobilität von Bedeutung.

Die regionale Verkehrskonferenz und die betroffenen Gemeinden suchen nun nach alternativen Lösungen zur Optimierung des ÖV-Angebots in der Region Biel.

26. März 2015 – Medienmitteilung; Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion

Politik, Regiotram Biel

Bern: Schienenfreunde schlagen neue Buslinien auf der Achse Köniz–Ostermundigen vor

Bern müsse «aus bisherigen Denkschemen ausbrechen», sagt Pro Bahn Schweiz und legt eine Ideenskizze für die möglichst schnelle Entlastung der ÖV-Linie 10 vor.

Die Karte der Initianten sieht folgende Eckdaten vor: Linie 10 – das Grundangebot: Im 6-Minuten-Takt soll die Linie 10 täglich von 05.00 Uhr früh bis 00.30 Uhr nachts geführt werden – und zwar auf der vertrauten Route Ostermundigen Rüti – Bahnhof Bern – Köniz – Schliern. Linie 15 – die Expressentlastung: Montags bis freitags soll die neue Expresslinie 15 Entlastung bringen, aber nur zu den Stosszeiten zwischen 06.00 und 08.30 Uhr, sowie 15.30 und 18.30 Uhr – im 6-Minuten-Takt. Express fährt der Bus zwischen Rosengarten und Zytglogge, zwischen Sulgenau und Weissensteinstrasse, zwischen Weissensteinstrasse und Liebefeldpark. Linie 18 – die Ergänzung: An Werktagen soll die neue Linie 18 zwischen 06.00 Uhr und 19.00 Uhr (samstags von 08.00 Uhr bis 18.00 Uhr) einen Teil des Passagieraufkommens zwischen Ostermundigen Oberfeld, Bahnhof Bern und Köniz Schloss aufnehmen. Eine der Alternativen dazu lautet, die heutige Linie 17 ab Köniz Weiermatt mit dem Ostermundiger-Ast der skizzierten Linie 18 zu kombinieren. Bild: zvg/pro-bahn.ch

Die Karte der Initianten sieht folgende Eckdaten vor:
Linie 10 – das Grundangebot: Im 6-Minuten-Takt soll die Linie 10 täglich von 05.00 Uhr früh bis 00.30 Uhr nachts geführt werden – und zwar auf der vertrauten Route Ostermundigen Rüti – Bahnhof Bern – Köniz – Schliern.
Linie 15 – die Expressentlastung: Montags bis freitags soll die neue Expresslinie 15 Entlastung bringen, aber nur zu den Stosszeiten zwischen 06.00 und 08.30 Uhr, sowie 15.30 und 18.30 Uhr – im 6-Minuten-Takt. Express fährt der Bus zwischen Rosengarten und Zytglogge, zwischen Sulgenau und Weissensteinstrasse, zwischen Weissensteinstrasse und Liebefeldpark.
Linie 18 – die Ergänzung: An Werktagen soll die neue Linie 18 zwischen 06.00 Uhr und 19.00 Uhr (samstags von 08.00 Uhr bis 18.00 Uhr) einen Teil des Passagieraufkommens zwischen Ostermundigen Oberfeld, Bahnhof Bern und Köniz Schloss aufnehmen. Eine der Alternativen dazu lautet, die heutige Linie 17 ab Köniz Weiermatt mit dem Ostermundiger-Ast der skizzierten Linie 18 zu kombinieren. Bild: zvg/pro-bahn.ch

Pro Bahn Schweiz (PBS) ist mit dem Jetzt unzufrieden. Auf jeden Fall betont PBS-Vertreter Kaspar Woker das Gegenwärtige: «Jetzt sind die Busse der Linie 10 überfüllt. Jetzt entstehen im Raum Liebefeldpark viele neue Arbeitsplätze. Also braucht es jetzt Ideen, wie die Linie 10 rasch und wirksam entlastet werden kann.» Die Organisation, die sich als Interessenvertreterin der Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs versteht, verlangt also nach dem Volks-Nein zum Projekt Tram Region Bern vom 28. September 2014 mildernde Übergangskonzepte – und zwar «jetzt und nicht erst in Jahrzehnten». Weiterlesen

Bau-Technisches, Politik, Tram Region Bern, Verkehr

Ostermundigen: Initiative Bernstrasse sanieren ist eingereicht

Ein überparteiliches Komitee hat die Volksinitiative Bernstrasse sanieren, Verkehr optimieren eingereicht. Die Unterschriften werden nun geprüft.

Tram statt Bus? Ostermundigen nimmt einen neuen Anlauf. Bild: Adrian Moser

Tram statt Bus? Ostermundigen nimmt einen neuen Anlauf. Bild: Adrian Moser

Nach dem Nein zum Tram Region Bern im vergangenen Herbst wird die Suche nach einer Lösung für anstehende Verkehrsfragen in Ostermundigen konkret. Ein überparteiliches Komitee hat die Volksinitiative Bernstrasse sanieren, Verkehr optimieren eingereicht.

Rund 780 Unterschriften hat die Initiative nach Angaben des Komitees vom Mittwoch zusammengebracht. Das sind deutlich mehr als die für eine Lancierung nötigen 400 Signaturen. Die Unterschriften müssen noch beglaubigt und die Initiative materiell und inhaltlich geprüft werden. Dies obliegt der Gemeinde.

Die Initiative fordert, dass die verschiedenen, rund um die Bernstrasse anstehenden Sanierungsarbeiten und Verkehrsfragen aufeinander abgestimmt werden. Weiterlesen

Politik, Tram Region Bern