Es gibt bessere Alternativen als das Regiotram!

Shuttle-Linie
Nik Liechti, Planer der Stades de Bienne, hat im Talk auf TeleBielingue eine Alternative zum Regiotram vorgeschlagen: Ein Shuttle-Bus soll die Bieler Stadien, das Industriegebiet und die bestehenden SBB-Bahnhöfe im Mett-Quartier und im Bözingenfeld miteinander verbinden. Hier der Ausschnitt aus der Talk-Sendung:

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Trolley-Busse
Bereits heute sind einige Buslinien mit Trolley-Bussen ausgestattet. Diese sind denn auch geräuscharm und dazu ökologisch. Bislang gibt es nur bei wenigen Buslinien und auch nur an Stosszeiten Probleme mit den Bussen. Dieser Missstand könnte einfacher und zudem massiv günstiger gelöst werden. Ein höherer Fahrtakt während dem Pendlerverkehr zum Beispiel könnte die Problematik rasch und effizient entschärfen.

Auch eine mögliche (und kostengünstige) Variante: Gelenkbusse im Einsatz auf den meistbenutzten Linien – Bild: Trolley-Gelenkbus der Bernmobil

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Doppelgelenkbusse
Eine mögliche Alternative nannte Bernd Leckebusch, Leiter Markt und Planung bei den Verkehrsbetriebe Biel (VB), im Bieler Tagblatt: Doppelgelenkbusse von rund 23 Metern Länge. Allerdings müsste man abwägen, was die bessere Lösung sei, sagt er weiter. Entweder ein 10-Minuten-Takt mit Doppelgelenkbussen oder der Einsatz eines normalen Gelenkbusses, aber dafür im 7,5-Minuten-Takt. Zudem gibt es beim Doppelgelenkbus ein Problem. «Man muss bedenken, dass deren Einsatz auf Grund der strassenbaulichen Situation in Biel nicht überall möglich ist.» Daher kämen die VB nicht darum herum, bei den meisten Haltestellen bauliche Anpassungen vorzunehmen, mahnt Leckebusch. Dieser Umstand gilt jedoch auch beim Regiotram selbst.

Doppelgelenkbusse halten in Punkto Passagierkapazitäten gut mit einem Tram mit. Bild: hess-ag.ch

Doppelgelenkbusse halten in Punkto Passagierkapazitäten gut mit einem Tram mit. Bild: hess-ag.ch

In der Stadt Luzern werden Doppelgelenk-Trolleybusse angeschafft. Diese haben eine Kapazität von 200 Plätzen.

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XXL-Busse (auch als „Zugbusse“ oder „Buszüge“ bekannt)
Eine andere Variante sind Busse im XXL-Format, ein so genannter Zugbus. Dieser besteht neben dem Fahrzeug aus einem Anhänger. Seit Mitte Januar 2013 steht ein solcher Bus in Düdingen FR fahrplanmässig im Einsatz. Immer, wenn auf der Linie nach Bösingen und Laupen viele Pendler und Schüler gleichzeitig unterwegs sind, hängt der Chauffeur kurzerhand den Anhänger an sein Postauto. Zu den 36 Sitz- und 56 Stehplätzen des Zugfahrzeugs kommen so nochmals 27 Sitz- und 44 Stehplätze dazu. Alles in allem kann er nun 163 Passagiere mitnehmen. Das sind sogar mehr, als wenn er mit einem Gelenkbus unterwegs wäre. Für die Bieler ÖV-Strecken eine valable und kostengünstige Alternative zum teuren Regiotram.

23 Meter lang und in voller Fahrt auf den Kreisel zu: Das Postauto und sein Anhänger bei den Schnupperfahrten in Düdingen. Bild: Iris Andermatt

23 Meter lang und in voller Fahrt auf den Kreisel zu: Das Postauto und sein Anhänger bei den Schnupperfahrten in Düdingen. Bild: Iris Andermatt

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Elektro-Busse mit neuartiger Ladetechnologie
In Genf wurde Ende Mai 2013 der erste elektrische Gelenkbus ohne Oberleitung eingeweiht. Das Fahrzeug lädt seine Batterien jeweils an den Haltestellen auf. Möglich gemacht hat das Gefährt der Technologiekonzern ABB mit einer neuartigen, vollautomatischen und sehr schnellen Ladetechnologie. Diese lädt die Batterien des Busses bei den Stopps an Haltestellen in 15 Sekunden auf. Da der Bus je nach Topografie nur alle drei oder vier Haltestellen aufgeladen werden muss und ohne Oberleitung auskommt, können seine Routen gemäss ABB sehr flexibel gestaltet werden. Für Biel/Bienne als „Stadt der Zukunft“ ist dies eventuell eine Alternative mit Zukunft.

Verkehrt zwischen dem Flughafen und dem Messezentrum Palexpo: Der Versuchsbus von ABB. (26. Mai 2013) Bild: Keystone

Verkehrt zwischen dem Flughafen und dem Messezentrum Palexpo: Der Versuchsbus von ABB. (26. Mai 2013) Bild: Keystone

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SBB erschliessen das Bözingenfeld
Ende 2013 soll die neue SBB-Haltestelle „Biel/Bienne, Bözingenfeld/Champs de Boujean“ in Betrieb gehen. Auf der Strecke Biel–Olten werden die Regionalzüge zwischen Pieterlen und Mett ab nächstem Dezember also auch im Bözingenfeld halten. Durch diese Erschliessung wird das Regiotram schlicht überflüssig. Wer vom Hauptbahnhof ins Bözingenfeld gelangen möchte, wird den Zug nehmen, der nur wenige Minuten Fahrtzeit in Anspruch nehmen wird.

Visualisierung der neuen Haltestelle. Bild: zvg

Visualisierung der neuen Haltestelle. Bild: zvg

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