„Ein Eigentor“

Die Stadt Biel möchte ein Tram. Entlang des rechten Bielerseeufers fährt eine
Schmalspurbahn bis zum Bahnhof. Nun will man mit einem Tram die Fahrt
fortsetzen bis in das neue Gewerbegebiet im Osten. Blöd ist nur, dass es
keine Pendlerströme geben wird.

Leserbrief von René Wickihalder, Biel
Veröffentlicht u.a. in der Berner Zeitung vom 30. Mai 2012

Kürzlich sagte der Projektleiter öffentlich, dass laut Studie pro Tram höchstens eine Person aus dem linken Seeufer bis ins Gewerbe Ost fahren wird. Auch in 40 Jahren werden keine Zuzüger von der Goldküste ins Gewerbegebiet fahren. Laut Tramplan wird es Kurven geben, welche die Trams nicht kreuzen können. Auf Kilometer ist die Strasse so eng, dass das Tram hinter den Velofahrern hinterhertuckern müssen, es sei denn, der wichtigste Veloweg würde verboten. Entlang der Tramstrecke wird ein „schlecht“ ausgelasteter aber gut elektrifizierbarer Bus aufgehoben.

Die im Bau befindliche Autobahnumfahrung ist doch ein Eigentor des Tramprojektes.Nach Fertigstellung werden Leute z.B. von Ipsach am See per Auto via neuer  Autobahnumfahrung in 10 Minuten ins Gewerbegebiet Ost fahren. Mit dem Tram wären es aber 20 Minuten.

Das unsägliche Projekt entstand mit der Mentalität des ehemaligen Gemeindepräsidenten, wonach man von Bund und Kanton alles Geld abholen muss das man kann. Für ökologischere Verkehrslösungen gäbe es vom Kanton aber kein Geld.

Werte Grossrätinnen und Grossräte, wollen Sie sich tatsächlich von Biel über den Tisch ziehen lassen?

René Wickihalder, Biel

Bau-Technisches, Kosten, Politik, Regiotram Biel, Verkehr

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