Ostermundigen: Initiative Bernstrasse sanieren ist eingereicht

Ein überparteiliches Komitee hat die Volksinitiative Bernstrasse sanieren, Verkehr optimieren eingereicht. Die Unterschriften werden nun geprüft.

Tram statt Bus? Ostermundigen nimmt einen neuen Anlauf. Bild: Adrian Moser

Tram statt Bus? Ostermundigen nimmt einen neuen Anlauf. Bild: Adrian Moser

Nach dem Nein zum Tram Region Bern im vergangenen Herbst wird die Suche nach einer Lösung für anstehende Verkehrsfragen in Ostermundigen konkret. Ein überparteiliches Komitee hat die Volksinitiative Bernstrasse sanieren, Verkehr optimieren eingereicht.

Rund 780 Unterschriften hat die Initiative nach Angaben des Komitees vom Mittwoch zusammengebracht. Das sind deutlich mehr als die für eine Lancierung nötigen 400 Signaturen. Die Unterschriften müssen noch beglaubigt und die Initiative materiell und inhaltlich geprüft werden. Dies obliegt der Gemeinde.

Die Initiative fordert, dass die verschiedenen, rund um die Bernstrasse anstehenden Sanierungsarbeiten und Verkehrsfragen aufeinander abgestimmt werden.

Es wäre fatal, wenn zuerst nur die Bernstrasse mit ihren Werkleitungen saniert würde und wenig später Verkehrslösungen umgesetzt würden, die die vorgängigen Arbeiten gleich wieder zunichte machten, hiess es dazu.

Um dies zu vermeiden, möchten die Initianten dem Stimmvolk einen Rahmenkredit von 28 Mio. Franken unterbreiten. Damit könne die Gemeinde gemeinsam mit Bund, Kanton und der Stadt Bern die Bernstrasse sanieren, die Bahnhof-Unterführung ausbauen und eine Tramverbindung bis unterhalb der Rüti realisieren, so das Komitee.

Neuauflage der Tram-Abstimmung
Ende September hatte ein regionales Tramprojekt, das sogenannte Tram Region Bern, an der Urne Schiffbruch erlitten. Das Tram Region Bern hätte den überlasteten Bus Nummer 10 von Ostermundigen nach Köniz ersetzen sollen. In Ostermundigen und Köniz wurde das Projekt bachab geschickt – die Stadt Bern sagte Ja.

Nur wenige Wochen nach dem Nein wurde die Idee für eine neuerliche Tram-Abstimmung lanciert. Tramgegner kritisierten das ihrer Ansicht nach fehlende Demokratieverständnis des Initiativkomitees.

Der Ostermundiger alt Gemeindepräsident Theo Weber wies den Vorwurf der Zwängerei zurück: Vielen sei bei der Abstimmung im vergangenen Herbst nicht bewusst gewesen, was der Entscheid bedeute, sagte er nach der Gründung des Komitees. Die Bernstrasse müsse ohnehin saniert werden. «Baut die nächste Generation trotzdem ein Tram, wären die heutigen Investitionen für nichts gewesen.»

Quelle: sda/20 Minuten

Politik, Tram Region Bern

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